FAQ Apple Macintosh
Von Falko Löffler
Die Fragen
Was ist ein Apple? Was
ist ein Macintosh?
Welche Hardware gibt es?
Welches
Betriebssystem läuft auf einem Macintosh?
Welche APIs gibt es?
Kann ich
Windows-Programme darauf benutzen?
Für den
Macintosh gibt es doch keine Spiele ...
Gibt es auch Editoren wie
Worldcraft?
Welche
Programmiersprachen kann ich auf Mac nutzen?
Wer benutzt denn einen Mac?
Warum ist ein Mac teurer
als ein PC?
Welche Office-Programme gibt
es?
Ich hab aber noch ne
Menge Vorurteile...
Die Antworten
Apple ist die Firma, Macintosh der
Rechnertyp.
Eine Pro-Linie, die aus Towergehäuse und Titan-Notebook besteht und eine
Consumerlinie mit den i-Geräten: iMac und iBook. Außerdem ist Apple mit dem
MP3-Player "iPod" in den Markt der elektronischen Unterhaltungsgeräte
eingestiegen.
Als CPU kommt ein PowerPC-Chip von Motorola und IBM zum Einsatz. Bis auf
das iBook, das einen G3 mit 600 Mhz verwendet, sind die Macs mit einem G4
ausgerüstet, der von 800 Mh. bis Dual-1-Ghz getaktet ist. Grafikkarten
stellen nVidia oder ATI mit ihren aktuellen Modellen.
Ursprünglich hieß das Mac-System schlicht "Finder", aber seit Version 7
wird es als "Mac OS" bezeichnet. Die Weiterentwicklung dieses klassischen
Systems steht bei Version 9.2.2. Seit April 2001 ist das neue Betriebssystem
auf dem Markt, auf das sich Apple seitdem konzentriert: "Mac OS X" (sprich
OS Ten). Es basiert auf Unix, genauer gesagt auf NeXTStep. Das klassische OS
funktioniert innerhalb X als Emulation, allerdings liegt es vollständig auf
der Platte und kann bei Bedarf auch alleine gebootet werden. Mac OS X ist
für Entwickler das System der Wahl, da das klassische OS bald nicht mehr
weiterentwickelt werden wird. Die aktuelle Version trägt die Nummer 10.1.2.
Es ist auch ein PowerPC-Linux erhältlich.
Mac OS X basiert auf BSD Unix und bietet grundsätzlich drei APIs: "Classic"
emuliert das alte System und ist nur als solche zu benutzen - eine
Übergangslösung. "Carbon" erlaubt durch kleinere Anpassungen ein "Classic"-Programm
OS X-native zu machen (ein "Carbon"-Programm läuft sowohl unter X, als auch
unter 9). Carbon ist die Weiterentwicklung der klassischen Mac OS Toolbox.
Ursprünglich als Übergangslösung zum schnellen Portieren älterer Mac OS
Programme gedacht, scheint Carbon nun doch als Ergänzung zu Cocoa ein langes
Leben sicher zu sein. Carbon-Programme sind für gewöhnlich in C++
geschrieben. "Cocoa" schließlich ist die Entwicklungsumgebung, mit der
Programme nur noch unter X laufen - diese Umgebung stammt vom adaptierten
NeXTStep. "Cocoa" ist eine objectorientierte Programmierschnittstelle, die
mit den Programmiersprachen ObjectiveC, ObjectiveC++, Java und neuerdings
zum Teil auch mit AppleScript genutzt werden kann. Die systemeigenen
Frameworks bieten sehr viel an Funktionalität, um die man sich als
Programmierer nicht mehr kümmern muß. Mit Cocoa und ObjectivC läßt sich sehr
schnell und effektiv programmieren, das heißt, der Quellcode ist sehr kurz.
Um das zu zeigen, portierte die Omni Group das Spiel Oni just for fun
nochmal in Cocoa. Desweiteren stehen die gängigen Java APIs zur Verfügung.
Das System nutzt PDF zur 2D-Darstellung, OpenGL zur 3D-Darstellung und
Quicktime für Multimedia-Inhalte. DirectX gibt es unter Mac OS nicht.
Genauere Infos gibt es hier:
http://www.apple.com/macosx/technologies/
Nein. Es gibt einen brauchbaren Emulator namens "Virtual PC", mit dem man
wenig anspruchsvolle PC-Software nutzen kann. Mit einem aktuellen Rechner
dürfte man in etwa einen PII-300 erreichen, abgesehen von aktuellen Spielen
läuft darauf also so einiges in brauchbarer Geschwindigkeit. Der Mac kann
problemlos CD-ROMs und ZIP-Disketten lesen, die PC-formatiert sind.
Umgekehrt kommt ein PC allerdings nicht mit Mac-Medien zurecht. Ähnliches
gilt übrigens auch für Text-Formate, egal ob ASCII oder Unicode. Mac OS X
stellt alles richtig dar, der PC kennt nur das, was er selbst produziert hat
(meistens zumindest)!
Doch. Es wird nicht alles umgesetzt, aber viele Toptitel, z.B. Black &
White, Giants, Stronghold, Red Faction, The Sims, Tony Hawk's 2, Deus Ex.
Auch Warcraft III und das neue Duke Nukem werden als Macversion erscheinen.
Bevor Bungie von Microsoft gekauft wurde, war Halo ursprünglich eine
Mac-Entwicklung.
Hängt davon ab, ob das Spiel auch umgesetzt wurde. Wer StarCraft oder
Caesar kauft, bekommt den bekannten Editor jeweils mitgeliefert. Half-Life
wurde bei einem Entwicklungsstand von 90% leider gestoppt, so daß Worldcraft
nicht erhältlich ist. Unreal wurde zwar für Mac konviertiert, aber nicht
UnrealED. Eine brauchbare Alternative ist "Anvil", der Editor von Bungies "Marathon"-Trilogie
(ein "Zeitgenosse" von Doom und indirekter Vorgänger von "Halo").
Eigentlich alle. Wer die Gratis-"Developer Tools" unter OS X nutzt,
besitzt eine komplette Entwicklungsumgebung für C++, ObjectiveC, ObjectiveC++,
Java, AppleScript, sowie Shell- und Perl-Scripte. Desweiteren sind natürlich
auch Python, Tcl/TK, Fortran usw. verfügbar.
http://maccentral.macworld.com/famous/
Apple stellt Betriebssystem und Hardware her und kontrolliert damit
seinen eigenen kleinen Markt. Vor einigen Jahren gab es Klon-Macs, aber
deren Produktion hat Apple unterbunden. Im Gegensatz zum PC-Markt, auf dem
jeder Hersteller die Komponenten, die er in aller Welt einkauft, in einer
grauen Kiste zusammenkloppt, schnürt Apple ein komplettes Paket: Äußerlich
zahlt der Kunde auch für das Design der Geräte, aber das meist problemlose
Zusammenspiel der Hard- und Software ist es, das überzeugte Macuser
schätzen. Sei es das CD-Brennen, MP3-Rippen oder der Umgang mit
Digitalkameras - dank der i-Software muß der User keine Zusatzsoftware
installieren und kann "out of the box" damit arbeiten.
Die iMacs und iBooks werden mit "AppleWorks 6.2" ausgeliefert, ein
komplettes Office-Paket, das auch Word-Dokumente in- und exportieren kann.
Seperat ist auch "MS Office" erhältlich, für OS 9 und in neuester Version
für OS X.
www.apple.com/myths
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